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Birgit Gabriel-Hülsewede

 

Über mich

 

Meine Name ist Birgit Gabriel-Hülsewede.

 

Ich bin examinierte Krankenschwester, Pflegedienstleitung und Inhaberin des Birgit Gabriel Pflegedienstes in Oer-Erkenschwick, welchen ich in 1999 gegründet habe.

  

Seit über 35 Jahren arbeite ich ununterbrochen in der Krankenpflege, davon seit fast 25 Jahren ich in der ambulanten Pflege. 

 

Und ja, mir macht die Arbeit immer noch Spaß (ok, nicht immer, aber meistens jedenfalls).

 

 

 

Neben meiner Ausbildung zur examinierten Krankenschwester und der Weiterbildung zur Pflegedienstleitung habe ich über die Jahre hinweg viele Fort- und Weiterbildungen gemacht, z.B. zur

  • zertifizierte Wundtherapeutin
  • Fachkraft für Palliativpflege
  • Demenzfachraft
  • TÜV-Pflegesachverständige
  • Hygienefachkraft für die ambulante Pflege
  • Weiterbildung zur Praxisanleiterin
  • Weiterbildung zur Pflegeberaterin

Soweit die Fakten. Aber welchen Nutzen haben SIE als Patient davon?

 

 

Lassen Sie es mich so sagen:

 

Seit meinem Examen waren mittlerweile schon 11 Bundesgesundheitsminister/innen im Amt (von Heiner Geißler über Rita Süssmuth oder Ursula Lehr bis hin zu Daniel Bahr, Herrmann Gröhe oder aktuell (Stand 08/2019) Jens Spahn).

 

Gut, NRW hat es in dieser Zeit auf insgesamt nur 7 Minister/-innen gebracht, davon ein "Wiederholungstäter" (und zwar der in 2019 amtierende Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann war schon einmal von 2005 bis 2010 Gesundheitsminister in NRW. Grundsätzlich sehr löblich, haben doch einige Vorgängerinnen ihr Amt zum Ende hin noch schnell für den Absprung in andere Posten oder in die Privatwirtschaft genutzt). 

  

Ebenso habe ich die Einführung der Pflegeversicherung 1995 miterlebt und allerlei Reformen eben dieser Pflegeversicherung.  

Wenn ich richtig mitgezählt habe: es gab mindestens 5 mehr oder minder große Reformen mit mehr oder minder großen Inhalten - darunter auch einige echte "Meisterleistungen".

 

Und in den vielen Jahren wurde mit allerlei Tam-Tam die Akademisierung der Pflege vorangetrieben. Mit viel Aufwand und noch mehr Geld wurden an verschiedenen Orten alle möglichen (und unmöglichen) Studiengänge rundum das Thema Pflege ins Leben gerufen und dort dann alle möglichen (und unmöglichen) Fragestellungen im Bereich Pflege durch die Pflegeforschung erforscht.

Aktuell versucht man noch immer (und zunehmend aggressiver), Qualität und gute Pflege irgendwie in die Praxis "hineinzuforschen" und mit noch mehr Vorgaben, Standards oder Leitlinien "Qualität zu sichern und zu steigern".

 

Über Sinn und Unsinn kann und darf man im Einzelfall durchaus streiten. Meiner Erfahrung nach dient eine akademische Weiterbildung in der Pflege mittlerweile in erster Linie dazu, eine Stelle weg vom Bett und weg vom Patienten zu ergattern.

Konsequenz: "Viele Häuptlinge - und keine Indianer mehr ..."  

 

Meiner ganz persönlichen Meinung nach sind die bisherigen Ergebnisse der Akademisierung der Pflege - wenn man sie einmal richtig zusammenfasst - doch eher mau. 

Vereinfachtes Beispiel gefällig?

Wenn man früher (vor 25 und mehr Jahren) als Pflegekraft Zeit hatte, konnte man einem Patienten Gesellschaft beim Essen leisten. Heute heißt dieser Vorgang "therapeutisches Essen" und es Bedarf einer detaillierte Planung nebst ausführlichster Dokumentation. Aber durch eben diese Planung und Dokumentation hat man dann aber wieder nicht ausreichend Zeit, dem Patienten Gesellschaft zu leisten. Na ja ... 

 

Grandios meiner Meinung nach:

Früher gab es die Krankenschwester / den Krankenpfleger - heute ist es die Gesundheits- und Krankenpflegerin und ab 2020 gibt es wieder neue Titel:

die Pflegefachfrau oder der Pflegefachmann. Wenn es hilft ... ?

 

Am Ende ist aber noch immer alles gleich geblieben:

Ein Patient benötigt Unterstützung - eine Pflegekraft kann helfen.

 

Keine Pflegetheorien, keine dicke Qualitätshandbücher oder keine wichtige akademischen Titel in der Pflege ersetzen einen Menschen, der sich mit Verstand, Fachwissen und Einfühlungsvermögen um einen anderen Menschen kümmert. 

 

Ich habe mich in meinem Pflegedienst für einen pragmatischen Weg und Ansatz entschieden.

 

Mein Team und ich möchten eben diese Menschen sein und bleiben, die sich mit Wissen, Vernunft und einem menschlichen Ansatz um Patienten und Angehörige kümmern, so wie wir es einmal vor vielen Jahren gelernt noch habe.

 

Und für Sie vielleicht noch interessant:

Nahezu täglich bin ich weiterhin aktiv in der Pflege tätig!

Ich sitze nicht nur am Schreibtisch, fülle Dokumente aus und schreibe Dienstpläne oder Rechnungen.

Also weiß ich, wovon ich spreche. Ich kenne den Pflegealltag ganz konkret und ich sehe, welche manchmal unvorhersehbaren Probleme und Sorgen so ein Pflegealltag mit sich bringen kann.